Zahnersatz-Kosten in Deutschland unterschiedlich

Bei der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede. So greifen Patienten in Bayern für Kronen, Brücken und Co. deutschlandweit am tiefsten in die Tasche.

Sie zahlen im Schnitt 1.228 Euro als Eigenanteil zu ihrem neuen Zahnersatz zu und damit um fast 100 Prozent mehr als Patienten in Sachsen-Anhalt. Dort liegt der Eigenanteil bei 628 Euro, wie aus dem aktuellen Barmer-Zahngesundheitsatlas hervorgeht.

Besonders eklatant seien laut den Studienergebnissen die Ost-West-Unterschiede bei neuem Zahnersatz. Im Jahr 2017 lagen die Gesamtkosten je versorgtem Versicherten in den östlichen Flächenländern mit 1.274 Euro bis 1.379 Euro deutlich unter dem Bundesschnitt von 1.524 Euro. Am teuersten war der Zahnersatz in Niedersachsen mit 1.877 Euro.

Zahnvorsorge für Kinder: Bayern top

Deutliche regionale Unterschiede gibt es auch bei der Früherkennung. So wird die Untersuchung für kleine Kinder tendenziell eher im Süden und im Osten genutzt und weniger im Norden und Westen Deutschlands.

Die Inanspruchnahme pendelt zwischen 27,7 Prozent im Saarland und 42,5 Prozent in Bayern. Bundesweit waren 35,9 Prozent der Kinder zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat bei einer Früherkennungsuntersuchung.