Zahlen mit Karte immer beliebter

Die Verbraucher in Deutschland greifen beim Bezahlen immer häufiger zur Karte statt Scheinen und Münzen.

224,6 Milliarden Euro wurden 2019 mit Kartenzahlung umgesetzt. Das sind 15,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr, wie das Handelsforschungsinstitut EHI meldet. Mehr als jeder zweite Euro wird per Karte bezahlt.

Mit 50,5 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes i. e. S. (445 Milliarden Euro) gewinnt die Kartenzahlung also weiter Anteile gegenüber dem bei Deutschen beliebtem Bargeld.

Haupttreiber dieses dynamischen Wachstums war einmal mehr das girocard-System (ehemals electronic cash-System) der Deutschen Kreditwirtschaft, das an den Kassen des Einzelhandels um 3,5 Prozentpunkte (19,9 Milliarden Euro) auf 149,5 Milliarden Euro zulegen konnte.

Kreditkarten sind ebenfalls seit drei Jahren im Aufwind. Sie konnten ihren Anteil um 0,7 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent des Umsatzes erhöhen.

Wesentlicher Faktor für den Erfolg des girocard-Systems ist die sehr hohe Akzeptanz kontaktlosen Bezahlens bei Händlern und Verbrauchern. 87,1 Prozent der girocard-Akzeptanzstellen bieten zurzeit girocard kontaktlos.

Ein etwa ebenso hoher Anteil der girocard Terminals unterstützt das kontaktlose Bezahlen. 26,5 Prozent der girocard-Transaktionen waren im Jahr 2019 kontaktlos, im Dezember lag dieser Wert bereits bei 35,7 Prozent.

In der Corona-Krise ist er weiter auf rund 45 Prozent gestiegen. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass der Kartenanteil am Umsatz schneller ansteigt als zuvor abzusehen war – durch die Corona-bedingte Veränderung des Verbraucherverhaltens bis zum Jahr 2022 auf 58,1 Prozent.