Wohnungsbauprämie soll steigen

Gute Nachrichten für Deutschlands Sparer: Zum 1. Januar 2021 soll die Wohnungsbauprämie (WoP) steigen. Zugleich wird sie durch eine Anpassung der Einkommensgrenzen einem deutlich größeren Berechtigtenkreis zustehen. Ziel der Neuerungen sind die Stärkung der privaten Vermögensbildung sowie positive Impulse für den in Teilen Deutschlands sehr angespannten Wohnungsmarkt.

Die Prämie soll für eigene Sparleistungen von derzeit 8,8 Prozent auf zehn Prozent zulegen, wobei der maximal geförderte Sparbetrag ebenfalls von derzeit 512 Euro für einen Alleinstehenden auf 700 Euro pro Jahr steigen soll. Für Paare gelten 1.400 Euro (bisher 1.024 Euro) als neue Obergrenze.

Unter dem Strich erhöht sich die jährliche WoP von rund 45 Euro auf 70 Euro für Alleinstehende, was einer Steigerung der direkten Förderung von 55 Prozent entspricht. Ebenso gilt dies bei verheirateten beziehungsweise in einer eingetragenen Partnerschaft lebenden Bausparern, deren Wohnungsbauprämie von rund 90 Euro auf 140 Euro pro Jahr steigen soll.

Genauso positiv wie die direkte kräftige Erhöhung der staatlichen Prämie ist die geplante spürbare Erweiterung des Berechtigtenkreises. Die Einkommensgrenzen, die den möglichen Bezug der WoP bestimmen, sollen nach dem Berliner Beschluss von derzeit 25.600 Euro zu versteuerndem Einkommen (Alleinstehende) auf 35.000 Euro steigen. Für Paare werden 70.000 Euro (nach 51.200 Euro) als neue Grenze markiert.

„Die Neuregelung der Wohnungsbauprämie ist eine gute Sache für Millionen Vorsorgesparer und für die Wohneigentumsbildung in Deutschland. Sie stärkt die Bedeutung und die positiven Effekte des Bausparens für die Eigenkapitalbildung. Und sie kommt zur genau richtigen Zeit“, sagte Wüstenrot-Chef Bernd Hertweck.