Weniger Spender – mehr Geld

Die Zahl der Spender in Deutschland ist gesunken – zugleich wurde dafür aber mehr Geld gespendet. Wie der Deutsche Spendenrat in Berlin mitteilte haben die Deutschen von Januar bis September 2019 rund 3,3 Milliarden Euro gespendet.

Das ist das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Spendenniveau um moderate 1,3 Prozent gesunken.

Rund 15,7 Millionen Menschen haben im Zeitraum Januar bis September 2019 Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen gespendet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das etwa 800.000 Menschen weniger. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung.

Der Betrag der durchschnittlichen Spende pro Spendenakt liegt wie im Betrachtungszeitraum des Vorjahres bei sehr guten 35 Euro. Damit liegt dieser Wert erneut auf dem Rekordniveau des Ausnahmejahres 2015.

Nach wie vor spendet die Generation 70+ am meisten. Ihr Anteil am Gesamtspendenvolumen stieg sogar deutlich von rund 35 Prozent auf knapp 41 Prozent, der damit wieder das Niveau des Betrachtungszeitraumes 2017 erreicht.

Dafür nahm der Anteil der Spender in den Altersgruppen bis 29 Jahren (minus 1,2 Prozentpunkte) und 30 – 39 Jahren (minus 3,5 Prozentpunkte) etwas ab. Ihr kombinierter Anteil an den Gesamtspendennahmen sank um 2 Prozentpunkte.

In einer Prognose für das gesamte Spendenjahr 2019 erwartet der Spendenrat ein Spendenvolumen von deutlich mehr als 5 Milliarden Euro. Damit dürfte das Volumen – bei leichten Verlusten – in etwa gleich hoch sein wie im Jahr davor.