Unterhaltsvorschuss: Staat zahlt für 800.000 Kinder

Mehr als 800.000 Kinder erhielten Ende 2018 vom Staat den Unterhaltsvorschuss, weil sie keinen laufenden Unterhalt von ihren getrenntlebenden Elternteilen erhielten. Der Staat sieht den Unterhaltsvorschuss, den er für Kinder von Alleinerziehenden zahlt, in den meisten Fällen jedoch nicht mehr.

Wie eine vom Bundesfamilienministerium aktuell veröffentlichte Statistik zur Unterstützung Alleinerziehender durch das Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) zeigt, ist in 61 Prozent der Fälle kein Rückgriff möglich. Grund sei zumeist das zu geringe Einkommen des Unterhaltspflichtigen. In 13 Prozent aller Vorschusszahlungen wurde der Betrag vom Elternteil komplett zurück gezahlt, in 22 Prozent nur teilweise bzw. wird der Vorschuss noch in Raten erstattet. In 4 Prozent der Fälle hat ein Elternteil noch nichts gezahlt – aber vielleicht bekommt die Behörde noch etwas.

Den Unterhaltsvorschuss erhalten Kinder, die nur mit einem Elternteil zusammenleben und nicht regelmäßig Unterhaltszahlungen vom anderen Elternteil erhalten. Mitte 2017 wurde der Unterhaltsvorschuss deutlich ausgebaut und verbessert. Seitdem werden alle Alleinerziehenden und ihre Kinder bis zum 18. Geburtstag unterstützt (zuvor nur Kinder bis 12 Jahren und längstens für 72 Monate).