Studenten: Schlechtere Berufsaussichten

Viele Studierende rechnen mit erschwerten Bedingungen für den Berufseinstieg infolge der Corona-Pandemie.

42 Prozent gehen davon aus, dass sich die Berufsaussichten durch Corona in den vergangenen Monaten verschlechtert haben, wie aus der „Studierendenstudie 2020“ des Beratungsunternehmens EY hervorgeht.

Die insgesamt deutlich eingetrübten Aussichten führen dazu, dass mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Studentinnen und Studenten ihre Berufspläne geändert haben.

Ein Fünftel steht dem Arbeitsmarkt zunächst gar nicht zur Verfügung, weil sie entweder länger studieren oder die Zeit bis zum Berufseinstieg anderweitig überbrücken.

Fünf Prozent sind von ihren ursprünglichen Plänen abgerückt, sich im Anschluss an das Studium selbständig zu machen.

Angesichts der eingetrübten Aussichten gewinnt die Jobsicherheit bei der Wahl des Arbeitgebers eine immer stärkere Bedeutung: Für 67 Prozent der Studierenden ist sie das wichtigste Kriterium, gefolgt vom Gehalt (55 Prozent) sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (39 Prozent).

Medizinstudenten optimistisch

Allerdings stellt sich die Situation bei weitem nicht für alle Studierenden negativ dar. Insbesondere Medizinstudentinnen und -studenten sind optimistisch gestimmt.

Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) von ihnen gehen sicher davon aus, im Anschluss an ihr Studium zügig einen Job zu finden – deutlich mehr als in jeder anderen Studienrichtung.

49 Prozent der Medizinstudierenden sehen für sich angesichts der Corona-Pandemie sogar bessere Perspektiven bei der Jobsuche.

Sie sind es auch, die mit durchschnittlich 54.700 Euro brutto das höchste Jahresgehalt erwarten. Dahinter folgen JuristInnen (45.200 Euro brutto) und IngenieurInnen/InformatikerInnen (43.300 Euro brutto).

KulturwissenschaftlerInnen und GeisteswissenschaftlerInnen erwarten mit gerade einmal knapp über 31.000 Euro im Jahr das geringste Gehalt.