Stararchitektin Zaha Hadid mit dem Aenne Burda Award ausgezeichnet

Die Architektin Zaha Hadid (Foto) hat im Rahmen der internationalen Digitalkonferenz DLD in München den Aenne Burda Award for Creative Leadership erhalten. Die aus dem Irak stammende Architektin und Architekturprofessorin britischer Nationalität gilt als die derzeit bedeutendste und einflussreichste Vertreterin ihrer Branche weltweit.

Die Stararchitektin erlangte in den 30 Jahren ihrer Tätigkeit sowohl durch ihre praktische als auch wissenschaftliche Tätigkeit internationale Anerkennung. Mit ihren revolutionären Stadtplanungs-, Architektur- und Design-Projekten bewegt sich die Baumeisterin im Spannungsfeld von Architektur, Landschaft und Geologie. Sie integriert in ihre Entwürfe, die von überraschenden dynamischen und futuristisch anmutenden Architekturformen geprägt sind, natürliche Topographie und vom Menschen gemachte Systeme.

Hadid gilt als Vorreiterin in der Nutzung neuester Technologien. Zu den bekanntesten realisierten Objekten der 62-Jährigen gehören unter anderem das Phaeno Science Center in Wolfsburg, die Ski-Schanze in Innsbruck, das Rosenthal Center for Contemporary Art in Cincinnati, der Shopping- und Bürokomplex Galaxy Soho in Peking sowie zahlreiche weitere Großprojekte rund um den Erdball.

„In Zeiten des Wandels braucht es Führungspersönlichkeiten. Kreative Köpfe führen den Wandel selbst herbei. Sie schaffen Dinge, so wie Zaha“, so John Maeda, Präsident der Rhode Island School of Design, bei seiner Laudatio auf die Architektin.

Mit dem Aenne Burda Award for Creative Leadership werden Frauen für herausragende unter­neh­merische und kreative Leistungen in der Digital­branche ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2006 jährlich in Gedenken an die 2005 verstorbene Aenne Burda vergeben. Als visionäre Unternehmerin schuf Aenne Burda im Deutschland der Nachkriegszeit aus einem kleinen Verlag den weltgrößten Modeverlag.

Zaha Hadid ist die achte Frau, die mit dem Aenne Burda Award geehrt wurde. Bislang wurden Marissa Mayer (2006), Caterina Fake (2007), Martha Stewart (2008), Esther Dyson (2009), Mitchell Baker (2010), Natalie Massenet (2011) und Arianna Huffington (2012) mit dem Award ausgezeichnet.