Nur wenige Banken erhöhen Gebühren

Angesichts der schwachen Gewinnentwicklung plant jede sechste Bank (16 Prozent) Gebührenerhöhungen für Privatkunden. Das geht aus einer Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young) unter 120 Geldhäusern hervor.

Im Fokus steht dabei laut des EY-„Bankenbarometers“ das Girokonto, das bei 13 Prozent der Banken teurer wird. Für Überweisungen will jede zehnte Bank höhere Gebühren verlangen.

„Die Lage im deutschen Bankensektor hat sich in den vergangenen Monaten deutlich eingetrübt“, sagte Robert Melnyk, Leiter des Bereiches Banken und Kapitalmärkte bei EY. „Die Banken stehen vor der Herausforderung, trotz eines dauerhaft extrem niedrigen Zinsniveaus profitabel zu wirtschaften.“

Viele Banken haben in den vergangenen Jahren bereits über andere Ertragsquellen nachgedacht und beispielsweise Gebühren auch für solche Dienstleistungen verlangt, die für die Kunden bislang kostenlos waren.

Vor allem aber setzen die Banken auf Kostensenkungen: Für 63 Prozent der Institute haben Kostensenkungsmaßnahmen derzeit eine große Bedeutung – vor einem Jahr lag der Anteil nur bei 44 Prozent.