Neue Corona-Maßnahmen

Jetzt im Herbst und Winter werden die Corona-Infektionen wohl deutlich steigen. Einen erneuten Lockdown will die Politik jedoch unbedingt verhindern und hat deshalb neue Maßnahmen beschlossen.

Bund und Bundesländer wollen schnell und regional angepasst handeln, um die Zahl der Neuinfektionen in der Corona-Pandemie in den kommenden Monaten niedrig halten. Dafür gibt es nun einen neuen Bund-Länder-Beschluss bei dem neue Maßnahmen vereinbart wurden.

„Wir wollen regional, spezifisch, zielgenau agieren und nicht wieder sozusagen ein Shutdown für das ganze Land machen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Videokonferenz mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder.

Private Feiern, von denen zuletzt so viele Infektionen und Quarantänefälle ausgingen, werden deshalb begrenzt. Steigt in einem Landkreis die Zahl der Infektionen in sieben Tagen auf mehr als 35 pro 100.000 Einwohner, dann sind bei Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen maximal 50 Teilnehmer erlaubt.

In privaten Räumen wird dringlich empfohlen, keine Feiern mit mehr als 25 Personen durchzuführen. Steigen die Infektionszahlen, sind weitere Einschränkungen, auch begrenzte Alkoholverbote möglich.

„Bei jeder Steigerung gilt der Grundsatz: Mehr Maske, weniger Alkohol und kleinere Feiern“, sagte Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU).

Und: Neben der Maskenpflicht soll künftig auch die Erfassung von persönlichen Daten zum Beispiel in Restaurants kontrolliert werden. Wer hier falsche Angaben macht, soll künftig ein Bußgeld zahlen müssen. Die Höhe legen die Bundesländer fest, mindestens jedoch 50 Euro.