Mehr Schönheits-OPs

In Deutschland legen sich immer mehr Menschen für eine Schönheits-OP unters Messer. Mit insgesamt gemeldeten 77.485 Eingriffen wurden im vergangenen Jahr laut einer Statistik der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) rund 9 Prozent mehr Operationen als im Vorjahr durchgeführt.

Dabei gibt es im Vorjahresvergleich eine Veränderung in der geschlechterspezifischen Verteilung der Operationen. Während bei den Frauen der Trend zu den minimalinvasiven Eingriffen mit Botulinum oder Hyaluron zur Faltenbehandlung weiterhin anhält, steige bei den Männern die Nachfrage nach chirurgischen Eingriffen wie die Oberlidstraffung.

Aufgrund des derzeitigen „Selfiebooms“ zeige sich als wachsender Trend der Anstieg der Eingriffe bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In Zeiten von Social Media und Instagram orientieren sich junge Menschen vermehrt an medialen Vorbildern aus dem Netz.

Verdoppelung der operativen Eingriffe bei Männern

Die häufigsten Eingriffe 2018 bei Männern und Frauen waren Faltenunterspritzungen mit Botulinum, die als Spitzenreiter mit 19.922 Behandlungen deutlich vorne liegen, dicht gefolgt von 18.269 Hyaluron-Behandlungen. Ebenfalls weit vorne befinden sich auf Platz drei die Lippenkorrekturen, welche 2018 mit 4.578 Eingriffen um rund 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.

Frauen entscheiden sich etwa sechsmal häufiger für einen ästhetischen Eingriff als Männer. Doch absolut gesehen habe sich bei den operativen Behandlungen die Zahl der Eingriffe bei den Männern mehr als verdoppelt, hieß es.

„Männer bevorzugen chirurgische Operationen. Die geburtenstarken Jahrgänge sind nun etwa Mitte 50 und sorgen demografisch bedingt für einen Anstieg“, so VDÄPC-Präsident Dennis von Heimburg.