Löhne steigen stärker als Inflation

Mehr im Geldbeutel – im dritten Quartal 2018 sind Gehälter der Tarifbeschäftigten stärker gestiegen als die Inflation: Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 3. Quartal 2018 um durchschnittlich 3,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im dritten Quartal 2018 im Vorjahresvergleich bei 2,7 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 2,1 %.

Bei der Entwicklung der monatlichen Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Überdurchschnittlich erhöhten sich die monatlichen Tarifverdienste im dritten Quartal 2018 unter anderem in der Wasserversorgung, Entsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (+7,6 %), bei Kunst, Unterhaltung und Erholung (+5,5 %), in der Energieversorgung (+5,0 %) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+4,8 %).

Der hohe Anstieg der Tarifverdienste in diesen Branchen ist vor allem auf einen Sondereffekt zurückzuführen: Im April 2018 hatten sich die Tarifvertragsparteien für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Gemeinden (TVöD) auf eine Tariferhöhung von durchschnittlich 3,19 % ab 1. März 2018 geeinigt. Der Tarifindex erfasst die Tariferhöhungen allerdings erst zum Zeitpunkt der Auszahlung, die im August beziehungsweise im September 2018 erfolgte. Dadurch wird der Tarifanstieg einschließlich der Nachzahlungen für die Monate März bis August beziehungsweise September erst im dritten Quartal 2018 nachgewiesen.

Unterdurchschnittlich stiegen die Tarifverdienste unter anderem im Bereich Information und Kommunikation (+2,9 %), in der Land- und Forstwirtschaft (+2,7 %), im Handel (+2,3 %) sowie im Bergbau (+2,0 %).