Koalitionsvertrag: Zentraler Immobilien Ausschuss fordert Krisengipfel

Berlin – Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) kritisiert den heute Morgen veröffentlichten Koalitionsvertrag und fordert einen Krisengipfel mit der neuen Bundesregierung.

Die im Koalitionsvertrag enthaltenen Maßnahmen sind nach Meinung des ZIA nicht geeignet, den Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten oder bei der Energiewende im Gebäudebereich wirksam zu begegnen. Zudem schafft er neue Probleme für die Immobilienwirtschaft, zum Beispiel durch die Einführung von Beleihungsobergrenzen bei Immobilienkrediten auf europäischer Ebene.

„Wir sind mehr als enttäuscht. Die geplanten Maßnahmen wirken zusammen genommen wie ein Investitionsverhinderungsprogramm und verschärfen die Probleme. Ein Beispiel ist die Lage an den angespannten Wohnungsmärkten. Es ist unverständlich, dass die degressive Abschreibung für Mietwohnungsbau aus dem Koalitionsvertrag gestrichen und die Mietpreisbremse weiterhin enthalten ist. Statt wirksamer Impulse hat die große Koalition einen Bremsklotz für den Wohnungsneubau beschlossen. Auch die steuerliche Abschreibung bei der energetischen Gebäudesanierung wurde geopfert. Hier haben Union und SPD eine große Chance vertan“, kritisiert Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Die große Koalition muss jetzt nachsitzen und den Dialog mit der Immobilienwirtschaft so schnell wie möglich aufnehmen“, so Mattner weiter.

Positiv bewertet der ZIA lediglich den Verzicht auf Steuererhöhungen. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie dieser Linie treu bleibt und die Immobilienwirtschaft in dieser Legislaturperiode von unmittelbaren steuerlichen Belastungen verschont bleibt“, so Mattner abschließend.