Klima der Weltwirtschaft trübt sich ein

Die Aussichten für das Klima der Weltwirtschaft trüben sich weiter ein. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, ist der von dem Institut erhobene Indikator fürs Weltwirtschaftsklima im vierten Quartal von minus 10,1 auf minus 18,8 Punkte gefallen – so tief wie seit gut zehn Jahren nicht mehr.

Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen gaben deutlich nach. „Die Weltkonjunktur kühlt sich weiter ab“, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest. Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in nahezu allen Regionen. In den Schwellenländern fiel insbesondere die Lage ungünstiger aus.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verschlechterten sich vor allem die Einschätzungen für die kommenden Monate. In den Schwellenländern kommt die Abwärtsbewegung im Wesentlichen aus Asien, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hauptsächlich aus den USA.

Die Experten erwarten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, einen schwächeren privaten Konsum und eine niedrigere Investitionstätigkeit. Gegenüber dem Frühjahr stiegen jeweils die Anteile der Experten merklich, die die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowie die Innovationstätigkeit als unzureichend bewerten.

Seit 1989 befragt das ifo Institut im vierteljährlichen Turnus Experten aus einer Vielzahl von Ländern zur Konjunkturentwicklung und zu anderen Wirtschaftsdaten in ihrem jeweiligen Beobachtungsgebiet. An der jüngsten Erhebung im Oktober 2019 nahmen 1.230 Experten aus 117 Ländern teil.