Kassen zahlen Fettabsaugen

Bei besonders schwerem Lipödem – Kassen zahlen künftig das Absaugen von Körperfett bei Frauen. Regelung gilt zunächst befristet bis Ende 2024.

Patientinnen, die an einem Lipödem im Stadium III leiden, können zukünftig unter bestimmten Bedingungen mit einer Liposuktion ambulant oder stationär zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) behandelt werden, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kassen und Kliniken (G-BA) als oberstes Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens in Berlin am Donnerstag beschloss.

Der Einschluss der Methode ist zunächst bis zum 31. Dezember 2024 befristet, da bis zu diesem Zeitpunkt die Ergebnisse der vom G-BA in die Wege geleiteten Erprobungsstudie zur Liposuktion bei Lipödem erwartet werden. Sobald die Studienergebnisse vorliegen, wird der G-BA abschließend zur Methode für alle Stadien der Erkrankung entscheiden.

Das Lipödem ist eine krankhafte Fettvermehrungsstörung, die an Armen und Beinen auftreten kann und insbesondere im Stadium III zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Die Krankheit tritt nahezu ausschließlich bei Frauen auf.