„Intelligentes Haus“ ist längst kein Nischenmarkt mehr

Das „intelligente Haus“ ist längst kein Nischenmarkt für Techniknerds mehr – die Komfortbedürfnisse der Bauherren wachsen und damit auch der Markt für Gebäudeautomation. Die BauInfoConsult Marktforschung hat untersucht, bei welchen Gebäuden das Potenzial für den Einsatz von Gebäudeautomation in den nächsten drei Jahren am größten ist. Die Bauunternehmer und Planer erwarten, dass sich der Automationsmarkt vor allem im Ein- und Zweifamilienhaussektor abspielt – doch das ist nicht der einzige Sektor mit Potenzial.

In den Befragungen zur Branchenstudie Jahresanalyse 2013/2014 wurden 102 Architekten und 97 Bauunternehmer unter anderem auch zum Themenschwerpunkt Gebäudeautomation befragt. Vor allem die Architekten sehen vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern das größte Automationspotenzial (72 Prozent), mit Abstand gefolgt vom wohnähnlichen Nichtwohnungsbau wie z. B. dem Sektor Büro- und Verwaltungsgebäude (35 Prozent). Von den Bauunternehmern werden jedem der beiden Sektoren gleichermaßen große Chancen eingeräumt – jeweils jeder zweite Bauunternehmer nannte den Eigenheim- bzw. Bürobausektor als die Anwärter für die beste Automati-onsmarktentwicklung.

Die Erwartungen an Mehrfamilienhäuser sind sehr viel geringer, werden sie ja auch vor allem von dem überwiegend weniger individuell und kostspielig gestalteten Mietsektor dominiert. Auch die eher funktional genutzten nichtwohnähnliche Nichtwohngebäude, also z. B. Fabrik- und Lagergebäude, sind aus Sicht der Planer und Verarbeiter kein Segment mit übermäßig großem Potenzial für Gebäudeautomatisierung.

Die Anwendungen, die nach Einschätzung der hierzu befragten Architekten im Wohnungsbau in naher Zukunft vor allem eingebaut werden, sind vor allem elektrisch zu öffnende Tore, Türsprechanlagen mit Kameras und elektrische Garagentore. Im wohnähnlichen Nichtwohnungsbau sehen die befragten Architekten vor allem automatisierte Lüftungssysteme, Videoüberwachungssystem und Brandmelder im Kommen.