Informeller Urbanismus: Bürger machen Stadt

Aktuelles Heft der Informationen zur Raumentwicklung (IzR) widmet sich dem Thema „Informeller Urbanismus“.

Wie nutzen und gestalten wir die Räume in der Stadt? Und wer bestimmt darüber? Das neue Heft der Zeitschrift Informationen zur Raumentwicklung behandelt das Thema „Informeller Urbanismus“. Dabei geht es weniger um formelle Planungsverfahren als um das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner, die mit eigenen Projekten das Zusammenleben in der Stadt gestalten – sei es mit Kultur- und Sportprojekten, gemeinschaftlichen Wohnformen, Bürgerläden oder Gemeinschaftsgärten. Solche Projekte entstehen nicht aufgrund von Maßnahmenkatalogen der Stadtplanung, sie gründen vor allem auf Alltagsbedürfnissen.

Das Heft wirft ein Schlaglicht auf zivilgesellschaftliche Projekte in den Kommunen und reflektiert den Widerhall, den diese Aktivitäten in der Stadtgesellschaft hervorrufen. Gegen welche Aspekte offizieller Stadtentwicklung richten sich heute die Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner? Was ist die Motivation für das Engagement? Wie fördern die Projekte das Zusammenleben und die Integration? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Heft anhand von Beispielen aus Deutschland und darüber hinaus. Analytische Beiträge widmen sich dem Zusammenspiel von formeller Planung und informeller Raumnutzung. Dahinter steht auch die Frage, was Planung vom informellen Urbanismus lernen und wie sie profitieren kann.

Die Autoren entwerfen die Vorstellung einer Stadtentwicklungspolitik, die sich für die vielen Möglichkeiten des Informellen öffnet. Der Informelle Urbanismus ist somit eine Gegenperspektive zum üblichen Planerblick. Die Stadt erscheint nicht als Ergebnis von Planung, sondern als spannendes Konglomerat aus Projekten und Initiativen, die positive Auswirkungen auf das Stadtleben haben.

Die Ausgabe „Informeller Urbanismus“ kann für 19 Euro zzgl. Versandkosten beim Steiner-Verlag (service@steiner-verlag.de) bestellt werden. Sie wird Anfang Juli ausgeliefert.