Immer mehr kennen SB-Kassen

SB-Kassen in Deutschland erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das zeigen Ergebnisse einer aktuellen Verbraucherbefragung zur Nutzung und Akzeptanz von Self-Checkout-Systemen (SCO) des Handelsforschungsinstituts EHI.

Waren es vor vier Jahren rund die Hälfte der deutschen Verbraucher die SCO-Systeme kennen, so sind es 2019 bereits vier von fünf (78 Prozent) die SB-Kassen kennen. Tragbare Handscanner, die der Kunde beim Betreten des Markts am Eingang erhält, kennen bereits 28 Prozent der Befragten.

Auch die Nutzung von SCO-Systemen ist – analog zu einer größeren Verfügbarkeit im Handel – deutlich gestiegen. Rund 32 Millionen Menschen nutzen mittlerweile stationäre oder mobile Systeme, darunter 13 Millionen sogar häufig oder immer.

Während 9 Prozent der diesjährigen Befragten „immer“ die SB-Lösung nutzen und weitere 9 Prozent sie „häufig“ nutzen, treffen die übrigen Nutzer ihre Wahl situationsabhängig, beispielsweise auf Basis der Warteschlangensituation an den herkömmlichen Kassen oder abhängig von der Art und Anzahl der Artikel. Bei einer überschaubaren Artikelanzahl wird häufig der schnellere Vorgang an der SB-Kasse bevorzugt.

Ob die SB-Systeme genutzt werden, hängt laut der EHI-Umfrage aber auch davon ab, ob neben der Zahlung mit Karte zusätzlich eine Barzahlungsmöglichkeit angeboten wird. Bei der Motivation für die Nutzung von Handscannern und Scanner-Apps tritt neben der Zeitersparnis der Spaß an technischen Neuerungen noch stärker in den Vordergrund.

Akzeptanz der SB-Kassen bei Jüngeren am höchsten

Die Akzeptanz der SB-Kassen ist bei jüngeren Menschen am höchsten. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen insgesamt 66 Prozent diese Systeme mindestens selten. 53 Prozent der 40- bis 49-Jährigen nutzen die stationären Systeme mindestens selten.

Erst in der Altersklasse der über 60-Jährigen nimmt der Nutzungsanteil eklatant ab. Hier liegt der Anteil der Menschen, die mindestens manchmal an der SB-Kasse ihre Artikel scannen, bei lediglich 12 Prozent.

Nicht-Nutzer die Selbstbedienungskassen meiden

Hinsichtlich der von den Befragten genannten Barrieren hat sich seit 2015 kaum eine Verschiebung gegeben. Bei den Nichtnutzern ist die größte Barriere die Gewohnheit. Hinzu kommen das soziale Verantwortungsgefühl gegenüber Angestellten sowie die Reduktion des menschlichen Miteinanders als zentrale Hinderungsgründe.

Der persönliche Kontakt und die fehlende „Autorisierung“ sind dabei relevante Dimensionen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich in der Gruppe der heutigen Nichtnutzer noch enorme Nutzungspotenziale befinden.

Wenn in Zukunft die Zahl der Geschäfte mit SB-Kassen zunimmt und die von den Konsumenten geäußerten Hindernisse abgebaut würden, können sich 57 Prozent der heutigen Nichtnutzer künftig vorstellen, solche Selbstbedienungskassen zu nutzen. Folglich kann nach derzeitigem Stand mit einem Anstieg des gesamten Nutzeranteils um weitere 15 Prozent in den kommenden Jahren gerechnet werden.