Friseur muss bei Verbrennung zahlen

Beim Blondieren der Haare die Kopfhaut verbrannt – Friseur muss wegen Verbrennung Schmerzensgeld zahlen: Eine Frau lässt sich in einem Friseursalon blonde Haarsträhnen färben. Nach der Blondierungsmaßnahme erlitt die Kundin schwere Verbrennungen am Hinterkopf und muss sich deshalb einer monatelangen Schmerz- und Infektionsbehandlung unterziehen.

Die Frau wollte 10.000 Euro Schmerzensgeld. Das Kölner Landgericht hat den Inhaber des Friseursalons nun zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 4.000 Euro verurteilt (Az.: 7 O 216/17). Die zuständige Richterin sah es als erwiesen an, dass eine zu lange Einwirkzeit der Blondiercreme die von der Klägerin dargestellten schweren Verletzungen hervorgerufen hat, wofür die Friseur-Mitarbeiterin verantwortlich sei.

Obwohl sich die Kundin sofort gemeldet habe, als sie ein Brennen auf der Haut verspürt habe, sei ihr lediglich gesagt worden, dass das üblich sei. Es sei fahrlässig gewesen, nach der Rückmeldung der Klägerin wegen eines Brennens die entsprechende Stelle nicht zu untersuchen sondern den Blondierungsvorgang fortzusetzen, so die Richterin.