Fahrrad-freundliche Städte ausgezeichnet

In den Städten bzw. Gemeinden Bremen, Karlsruhe, Göttingen, Bocholt, Baunatal und Reken kann man besonders gut Fahrrad fahren. Laut einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) haben diese Städte in ihrer Größenklasse jeweils am besten abgeschnitten und sind dafür von Bundesverkehrsminister Adreas Scheuer (CSU) ausgezeichnet worden. Schlusslichter in den jeweiligen Größenklassen sind Köln, Wiesbaden, Remscheid, Lüdenscheid, Hof und Dittelsheim-Heßloch. Diese Städte werden von den Radfahrenden mehrheitlich als fahrradunfreundlich bewertet.

In dem ADFC-Fahrradklima-Test 2018 erhielt die Stadt Wettringen den Sonderpreis als familienfreundlichste Fahrradstadt. Hier sind die Menschen mehrheitlich der Meinung, dass man auch Kinder ohne schlechtes Gewissen allein mit dem Rad fahren lassen kann – und dass es genug Platz auf den Radwegen gibt, um auch mit Kinderanhänger oder Lastenrad bequem unterwegs zu sein.

Die Umfrage des bundesweiten Vereins für Radfahrer zeigt aber auch, dass es in vielen Städten noch Probleme gibt und das Fahrradklima, also die Zufriedenheit der Befragten beim Radfahren, nach Einschätzung von 170.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ADFC-Umfrage sich weiter verschlechtert hat. 2014 wurde das Fahrradklima noch mit 3,7 bewertet, 2016 mit 3,8 – 2018 mit 3,9.

Besonders bedenklich ist der Trend, dass die Menschen sich immer unsicherer beim Radfahren fühlen (Note 4,2 gegenüber 3,9 in 2016). Der zu lasche Umgang mit Falschparkern ist bundesweit mittlerweile das von Radfahrerinnen und Radfahrern am meisten bemängelte Thema. Besonders unzufrieden sind die Radfahrenden auch mit der schlechte Führung des Radverkehrs an Baustellen. Ebenfalls schlecht bewertet werden ungünstige Ampelschaltungen für Radfahrer und die fehlende Breite der Radwege.