Energetisch sanieren – höhere Förderung nutzen

Der Bundesrat hat heute grünes Licht für den Kompromiss von Bund und Ländern zum Klimapaket gegeben. Der Kompromiss sieht unter anderem vor, energetische Sanierungsmaßnahmen ab 2020 bei selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich zu fördern.

Dazu gehören beispielsweise die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschosswänden, die Erneuerung von Fenstern, Außentüren, Heizungsanlagen sowie von Lüftungsanlagen und der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung.

Die steuerliche Förderung gilt für zehn Jahre. Geltend gemacht werden können je Objekt 20 Prozent der Investitionskosten (maximal 200.000 Euro) über drei Jahre – also 40.000 Euro, die direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Die Wüstenrot Bausparkasse weist darauf hin, dass sich energetische Sanierungsmaßnahmen nicht nur aus steuerlichen Gründen lohnen. Der Eigentümer profitiert von der Wertsteigerung seiner Immobilie sowie von wesentlich geringeren Energie- und Betriebskosten.

Gerade im Hinblick auf die Zeit als Rentner bietet ein energetisch saniertes Heim Kostensicherheit und Einsparungen durch Effizienz. So bleibt auch im Alter mehr finanzieller Spielraum.

Nicht zu vergessen der Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Dies vor dem Hintergrund, dass etwa fünf Millionen Eigenheime einen hohen energetischen Modernisierungsbedarf haben. Knapp dreiviertel aller vor 1978 erbauten Ein- und Zweifamilienhäuser liegen nach Angaben von Wüstenrot energetisch buchstäblich brach, und 60 Prozent der Heizanlagen arbeiten nicht effizient.