Eigener Brunnen ist Alternative für viele Hausbesitzer

Dass in den kommenden Jahren die Preise für Wasser und Abwasser stetig steigen werden, hat mehrere Ursachen.

Vor allem die Folgen des Klimawandels, die schon jetzt an der Häufung von Extremwetterlagen sichtbar werden tragen zur Verknappung der lebenswichtigen Ressource bei. „Sparsamer Umgang mit Wasser ist ein Gebot für alle“, weiß Karl-Heinz Weiss, Vorsitzender des Immobilienverbandes Deutschland IVD Region Mitte-Ost „Doch für Eigentümer von Häusern und Grundstücken gibt es auch Wege, sich Wasserquellen zu erschließen, die nur mit einmaligen Einrichtungskosten verbunden sind. Das ist im Normalfall die Bohrung eines eigenen Tiefbrunnens.“

Nun kann allerdings nicht jeder Eigenheimbewohner nach Gutdünken bohren. Abgesehen vom technischen Aufwand, der professionelle Unterstützung bedingt, gibt es gesetzliche Vorschriften. In der Regel ist für jede Bohrung, die das Grundwasser berührt oder beeinflusst, eine Erlaubnis der örtlichen Unteren Wasserbehörden nötig. In vielen Fällen kann bei der Errichtung von Brunnen zum Zwecke der Gartenbewässerung bei Grundstücken, die mit einem Einfamilienhaus bebaut sind, ein vereinfachtes Anzeigeverfahren durchgeführt werden.

Die Behörde erteilt Auskunft darüber, in welcher Tiefe Grundwasser ansteht, welche Qualität es hat, ob eine Genehmigung erforderlich ist oder lediglich Anzeigepflicht besteht. Voraussetzung ist, dass das Grundwasser dem Grundstück wieder zugeführt wird, beispielsweise durch Rasensprengen oder Gießen. Nicht erlaubt sind direkte Verbindungen zur öffentlichen Kanalisation. „Eigene Brunnen sind speziell in den ländlichen Regionen eine interessante Option, doch der Rat von Fachleuten ist unerlässlich“, betont Karl-Heinz Weiss.