Drogenkriminalität steigt

Die Bundesregierung hat heute den aktuellen Bericht zur Drogenkriminalität vorgestellt.

Rauschgiftdelikte nehmen in Deutschland seit Jahren weiter zu. Ob Kokain, Heroin, Amphetamine, Neue Psychoaktive Stoffe (NPS) oder Cannabis: Alle Arten von Drogen werden in Deutschland gehandelt – Tendenz steigend.

Seit nunmehr neun Jahren nimmt die Zahl der polizeilich registrierten Rauschgiftdelikte kontinuierlich zu. In dem heute veröffentlichten „Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2019“ des Bundeskriminalamtes (BKA) ist mit 359.747 Delikten ein Plus von rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2018: 350.662) zu verzeichnen.

Diese Entwicklung lässt sich vor allem auf eine Zunahme der allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zurückführen. Dabei ist mit 20.107 Fällen (2018: 17.920; +12,2 %) der mit Abstand größte Anstieg bei Delikten im Zusammenhang mit Kokain registriert worden.

Der Einfuhrschmuggel auf dem Seeweg ist für die Täter weiterhin lukrativ. Dies zeigen mehrere Sicherstellungen großer Mengen von Kokain, etwa Mitte Juli 2019, als der Zoll im Hamburger Hafen, anlässlich der Routinekontrolle eines Frachtcontainers aus Südamerika, mit insgesamt 4,5 Tonnen Kokain die bisher in Deutschland größte Einzelmenge dieses Betäubungsmittels sicherstellen konnte.

Der Handel von Betäubungsmitteln im Internet hat sich weltweit als fester Vertriebsweg etabliert. Die vermeintliche Anonymität im Netz lockt viele Konsumenten, aber auch neue Händlerstrukturen an, da beim Erwerb von Betäubungsmitteln kein persönlicher Kontakt zu den Händlern aufgenommen werden muss.