Die Wunschmieter: Sympathisches Paar, sicheres Einkommen, keine Kinder

Umfrage: Vermieter wünschen sich ein sympathisches Paar mit sicherem Einkommen – aber bitte ohne Kinder.

Die Vermieter in Deutschland haben klare Vorstellungen von ihrem Wunschmieter: Ein sicheres Einkommen und sympathisches Auftreten sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl potentieller Mieter. Kinder sind bei der Wohnungssuche eher ein Hindernis: Am liebsten wird an kinderlose Paare oder Singles vermietet. Die meisten Vermieter sichern sich durch zusätzliche Recherchen über ihre zukünftigen Bewohner ab. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter 1.016 deutschen Vermietern im Auftrag des Immobilienportals „ImmobilienScout24“.

Der Wohnraum wird in den meisten deutschen Städten immer knapper. Das bringt Wohnungsbesitzer in die in komfortable Lage, unter immer mehr Bewerbern einen passenden Mieter aussuchen zu können. Das wichtigste Auswahlkriterium ist dabei ein regelmäßiges, nachweisbares Einkommen der Interessenten (72 Prozent). Darüber hinaus sind ein sympathisches Auftreten (46 Prozent) sowie das Zusammenpassen mit der Hausgemeinschaft (44 Prozent) ausschlaggebend, um den Zuschlag für die Wohnung zu bekommen.

Kinder unerwünscht, gefragt sind Handwerker und Beamte

Schlechtere Chancen haben Suchende mit Kindern. Am liebsten vermieten die Eigentümer an kinderlose Paare (30 Prozent) oder Singles (26 Prozent). Alleinerziehende Eltern (4 Prozent) und Wohngemeinschaften (2 Prozent) rangieren auf der Beliebtheitsskala ganz unten. Auch was den Job der Interessenten betrifft, hat die Mehrheit der Vermieter Präferenzen. Die beliebteste Berufsgruppe sind Handwerker (21 Prozent), gefolgt von Angestellten und Beamten (jeweils 20 Prozent). Politiker und Rechtsanwälte gehören dagegen nicht zu den favorisierten Mietern.

Jeder dritte Vermieter spioniert im Netz

Die Hälfte der befragten Vermieter will bei der Entscheidung ganz auf Nummer sicher gehen. Statt sich nur auf die ersten Eindrücke der Bewerber beim Besichtigungstermin zu verlassen, beschaffen sich viele noch anderweitig Informationen. Nahezu jeder zweite Vermieter (44 Prozent) forscht in Suchmaschinen wie Google oder sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder LinkedIn nach zusätzlichen Informationen über ihre Bewerber. Häufig werden auch die vorherigen Vermieter angerufen und ausgefragt (18 Prozent).

Ein Drittel der Mieter hat nicht gezahlt

Das hohe Kontrollmaß scheint vor allem auf schlechten Erfahrungen mit Mietern zu beruhen. Fast Dreiviertel der Befragten hatte schon Probleme mit Mietern. Etwa jeder dritte Vermieter hat seine Miete verspätet oder gar nicht erhalten. Bei 15 Prozent wurde die Immobilie sogar beschädigt oder verwüstet. Und bei ebenso vielen Verwaltern störten die Mieter den Hausfrieden durch ständige Lärmbelästigung. 30 Prozent der Vermieter mussten daher schon mindestens einmal zum letzten Mittel greifen und ihre Wohnung zwangsräumen lassen.