Deutscher Staat erzielt 21,1 Milliarden Überschuss

Ein robuster Arbeitsmarkt, eine günstige Wirtschaftsentwicklung und Erlöse aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen, lassen die Kasse beim deutschen Staat klingeln. In den ersten sechs Monaten 2015 gab es einen Überschuss von 21,1 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.482,5 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Quote von plus 1,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Die Einnahmen des Staates erhöhten sich im ersten Halbjahr 2015 auf 662 Milliarden Euro und waren um 23,5 Milliarden Euro höher (plus 3,7 Prozent) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben erhöhten sich im ersten Halbjahr 2015 um 2,1 Prozent beziehungsweise um 13,5 Milliarden Euro auf 640,9 Milliarden Euro.

Nach Staatsebenen unterteilt entfiel die Hälfte des gesamtstaatlichen Überschusses auf den Bund, der im ersten Halbjahr 2015 einen Überschuss von 10,5 Milliarden erzielen konnte. Die Länder erzielten einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro. Der Überschuss der Gemeinden belief sich auf 4,2 Milliarden Euro und die Sozialversicherung hat das erste Halbjahr 2015 mit einem Einnahmenüberschuss von 3,7 Milliarden Euro abgeschlossen.