Deutsche Wohnen mit starken Zahlen

Die börsennotierte Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem Konzerngewinn von EUR 145,5 Mio. abgeschlossen und ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (EUR 50,6 Mio.) fast verdreifachen können. Das um Sonder- und Bewertungseffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um rund 71 % auf EUR 78,5 Mio. (Vorjahr: EUR 46,0 Mio.). Diese Steigerung ist auf ein verbessertes Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung (+ EUR 37,0 Mio.), auf ein gestiegenes Verkaufsergebnis (+ EUR 9,3 Mio.) sowie den unterproportionalen Anstieg der Verwaltungskosten zurückzuführen.

Der nachhaltige Funds from Operations (FFO, ohne Verkauf) ist um knapp 44% auf EUR 68,2 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 47,5 Mio.). Der Verschuldungsgrad (Loan to Value Ratio) betrug zum Stichtag 57,2 %. Der innere Wert, gemessen als EPRA NAV, wuchs zum Stichtag um 8,5 % auf EUR 12,48 je Aktie (Vorjahr: EUR 11,50 je Aktie).

„2012 haben wir das beste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte der Deutsche Wohnen abgeschlossen. Wir sind wertsteigernd gewachsen und konnten gleichzeitig unser operatives Geschäft ausbauen. Zudem haben wir nachhaltig in die Instandhaltung und Modernisierung unserer Bestände investiert und so die Qualität des Portfolios langfristig gesichert. Mit nun rund 83.500 Einheiten sind wir in eine neue Dimension vorgestoßen“, erklärt Michael Zahn (Foto), Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG.

Wertsteigerndes Wachstum

Im Geschäftsjahr 2012 hat die Deutsche Wohnen rund 35.000 neue Wohneinheiten für rund EUR 1,8 Mrd. akquiriert. Dazu gehörte mit dem Erwerb der BauBeCon Gruppe (rund 23.400 Wohneinheiten) eine der größten Akquisitionen auf dem deutschen Wohnungsmarkt in 2012. Durch die Zukäufe wurden die bestehenden Kernregionen Großraum Berlin und Rheinland deutlich verstärkt und zwei neue Kernregionen erschlossen: Hannover/Braunschweig/Magdeburg und Mitteldeutschland. „Die Übernahme der neuen Bestände verläuft erfolgreich und wird im Juni 2013 abgeschlossen sein. Parallel bzw. nachgelagert werden wir die Prozessabläufe der übernommenen Portfolios an unsere Abläufe anpassen und somit optimieren“, so Michael Zahn.

Mit dem Erwerb von sechs Pflegeeinrichtungen mit über 580 Plätzen in Leipzig und Berlin ist auch der KATHARINENHOF® stark gewachsen und betreibt nun 20 Einrichtungen mit 1.928 Pflegeplätzen. In den nächsten fünf Jahren soll eine Kapazität von 4.000 – 5.000 Pflegeplätzen geschaffen werden.

Hohes Vertrauen am Kapitalmarkt

Der Aktienkurs der Deutsche Wohnen steigerte sich 2012 deutlich um 43 % zum Vorjahreswert auf EUR 14,00 je Aktie zum Jahresende und entwickelte sich damit deutlich besser als die Vergleichsindizes. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell über EUR 2,2 Mrd. „Die positive Entwicklung unserer Aktie und das hohe Interesse an den von uns durchgeführten Kapitalerhöhungen verdeutlichen den hohen Rückhalt unserer Aktionäre und das große Vertrauen in unsere Strategie“, erläutert Lars Wittan, Finanzvorstand der Deutsche Wohnen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, erneut 50 % des nachhaltigen FFO (ohne Verkauf) als Dividende für das Geschäftsjahr 2012 auszuschütten.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet die Deutsche Wohnen bei weiter konstanten Instandhaltungskosten von EUR 10 pro m² und Jahr einen FFO (ohne Verkauf) von rund EUR 100 Mio. Der FFO (inkl. Verkauf) wird 2013 bei rund EUR 114 Mio. liegen. Das Geschäftssegment Pflege und Betreutes Wohnen wird rund EUR 13 Mio. unter Berücksichtigung der zuletzt getätigten Akquisitionen zum Ergebnis beitragen. Das im Januar 2013 mit einer Prämie zum EPRA NAV eingeworbene Eigenkapital versetzt uns in die Lage, weitere Portfolios in der Größenordnung von rund EUR 500 Mio. zu erwerben, woraus sich positive Effekte auf den FFO ergeben werden.