Deutsche sitzen zu viel

Ob am Schreibtisch, im Auto, beim Online-Shoppen oder vor dem Fernseher: Die Bundesbürger verbringen laut einer Studie viel Zeit im Sitzen. Wie aus Zahlen des aktuellen Gesundheitsreports „Wie gesund lebt Deutschland?“ der Deutschen Krankenversicherung (DKV) hervorgeht, sitzen Deutsche im Mittel siebeneinhalb Stunden pro Tag, junge Erwachsene sogar neun Stunden. „Wir sind ein Volk der Sitzenbleiber geworden. Das dauerhafte Sitzen hat weitreichende Folgen für den Fett- und Blutzuckerstoffwechsel und macht die Menschen krank“, warnt DKV-Vorstandsvorsitzender Clemens Muth.

„Im Bundesdurchschnitt sitzen die Menschen am längsten vor dem Fernseher“, stellt Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule und wissenschaftlicher Leiter des DKV-Reports fest. Statistisch gesehen erhöhe jede tägliche zusätzliche Fernsehstunde auf dem Sofa die Sterblichkeit um 11 Prozent, so der Experte. Der zweithäufigste Grund fürs Sitzen ist im Bundesdurchschnitt die Arbeit am Schreibtisch. Hier sieht Froböse die Arbeitgeber am Zug: „Es gibt Möglichkeiten, das Sitzen zu begrenzen, etwa Stehmeetings, verstellbare Schreibtische und aktive Büropausen.“