Deutsche fürchten um Wohlstand

Corona-Krise forciert die wirtschaftlichen Sorgen – Deutschlands Bürger fürchten um Wohlstand.

Zum 29. Mal hat das Infocenter der R+V Versicherung rund 2.400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt. Im Fokus stehen 2020 die wirtschaftlichen Themen, lediglich übertroffen von der Befürchtung, dass die Politik von Donald Trump die Welt gefährlicher macht – Platz eins der aktuellen Umfrage „Die Ängste der Deutschen“.

Erstaunlich gering ist in diesem von Corona dominierten Jahr die Angst vor einer schweren Erkrankung. Einen massiven Einfluss hat der Studie zufolge indes die Corona-Krise auf die wirtschaftlichen Ängste – und wirbelt damit auch die Rangliste durcheinander.

Erstmals seit sechs Jahren ist die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten wieder unter den sieben größten Ängsten. Nach einem Anstieg um acht Prozentpunkte klettert sie von Platz zehn auf Platz zwei und liegt bei 51 Prozent.

Andere Wirtschafts- und Finanzängste kommen hinzu. So befürchtet fast jeder zweite Befragte, dass die deutschen Steuerzahler für überschuldete EU-Staaten zur Kasse gebeten werden (49 Prozent, Platz drei; Vorjahr: 44 Prozent, Platz acht).

In die Höhe geschossen ist vor allem die Angst vor einem Konjunktureinbruch: Belegte sie im vergangenen Jahr mit 35 Prozent noch Platz 14, springt die Angst vor Wohlstands-Verlust jetzt nach einem Anstieg um 13 Prozentpunkte an die vierte Stelle der größten Sorgen.

Die sieben größte Ängste der Deutschen 2020

  1. Gefährlichere Welt durch Trump-Politik (53 %)
  2. Steigende Lebenshaltungskosten (51 %)
  3. Kosten für Steuerzahler durch EU-Schuldenkrise (49 %)
  4. Schlechtere Wirtschaftslage (48 %)
  5. Naturkatastrophen/Wetterextreme (44 %)
  6. Spannungen durch Zuzug von Ausländern (43 %)
  7. Überforderung des Staats durch Flüchtlinge (43 %)