DAK: Neues Konzept gegen Fettleibigkeit gefordert

Gesundheit

16 Millionen Menschen sind in Deutschland fettleibig. Jeder vierte Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren ist adipös – Tendenz steigend. Laut Krankenkasse DAK haben die Betroffenen so starkes Übergewicht, dass sie chronisch krank sind. Die Krankenkasse fordert deshalb ein neues Konzept gegen Adipositas.

„Wir müssen beim Thema Adipositas umdenken und das Gesundheitssystem fit für die Zukunft machen“, sagt Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Auf Grundlage einer neuen IGES-Studie schlägt die DAK-Gesundheit ein zukunftsorientiertes Versorgungskonzept bei Adipositas vor, das deutlich mehr Betroffene erreichen würde. Im neuen Versorgungskonzept steht eine möglichst frühe Ansprache von Betroffenen und eine Optimierung der Ernährungstherapie im Zentrum.

Für alle Patienten mit einem BMI von über 30 sieht das neue Konzept eine Erstuntersuchung durch einen ernährungsmedizinisch qualifizierten Arzt vor. Der Vorstandschef fordert ferner die Ernährungstherapie in Deutschland als Heilmittel zuzulassen, damit Patienten unkompliziert davon profitieren können. Für besonders stark Übergewichtige mit einem BMI ab 40 ist neben der Basistherapie auch die Möglichkeit einer chirurgischen Behandlung vorgesehen.

Binnen zehn Jahre nach Umstellung auf ein verbessertes Therapie- und Behandlungskonzept könnte dadurch die Zahl fettleibiger Menschen um zwei Millionen Menschen gesenkt werden. Durch die neue Versorgung könnten ferner die Krankenhauskosten um mehr als eine Milliarde Euro reduziert werden, so die Krankenkasse.

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