Bruttoverdienste in Bayern niedriger

Im zweiten Quartal 2020 waren die Bruttoverdienste in Bayern um 4,3 Prozent niedriger als im 2. Quartal des Vorjahres.

In Bayern lag der Bruttomonatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im zweiten Quartal 2020 im Durchschnitt bei 4.054 Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth mitteilt, betrug die durchschnittlich bezahlte wöchentliche Arbeitszeit 36,5 Stunden.

Zwischen den einzelnen Branchen zeigten sich größere Unterschiede im Verdienstniveau. Die Spanne des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes reichte von 1.708 Euro im Gastgewerbe, das infolge der Corona-Pandemie besonders stark von Kurzarbeit betroffen war, bis hin zu 5.701 Euro, welche im Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen erzielt wurden.

In dem für Bayerns Wirtschaft bedeutsamen Bereich des Verarbeitenden Gewerbes bekamen Vollzeitbeschäftigte mit 4.116 Euro einen leicht überdurchschnittlichen Bruttomonatsverdienst. Im dazugehörigen Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ verdienten Vollzeitbeschäftigte im zweiten Quartal 2020 durchschnittlich 4.570 Euro brutto pro Monat.

Höchster Verdienstrückgang im Gastgewerbe

Etwa zwei Drittel aller Wirtschaftsabschnitte verzeichneten im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal Verdienstrückgänge. Insgesamt war – gemessen am Index der Bruttomonatsverdienste (ohne Sonderzahlungen) der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – gegenüber dem zweiten Quartal 2019 ein Verdienstrückgang in Höhe von 4,3 Prozent zu verzeichnen, wobei die negative Veränderungsrate im Produzierenden Gewerbe (-6,0 Prozent) deutlich höher ausfiel als im Dienstleistungsbereich (-3,2 Prozent).

Im Gastgewerbe ermittelte sich aufgrund des starken Einsatzes von Kurzarbeit mit -36,8 Prozent der größte Rückgang der Bruttomonatsverdienste gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch die bezahlte Wochenarbeitszeit – gemessen am Index der bezahlten Stunden der Vollzeitbeschäftigten – ist im Gastgewerbe im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 um 39,4 Prozent zurückgegangen. Insgesamt (Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich) hat sich diese im Vergleichszeitraum um 6,8 Prozent verringert.