Bierabsatz: Bier-Export in Nicht-EU-Länder legt deutlich zu

Im Jahr 2016 setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt rund 95,8 Millionen Hektoliter Bier ab. Damit ist der Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr mit 0,1 Prozent nur leicht gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Während der Inlandsabsatz zurückging und die Exporte in Länder der Europäischen Union stagnierten, ist der Bierexport in Drittländer gegenüber 2015 deutlich gestiegen.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkohol­freien Zusätzen – machten 2016 mit 3,9 Millionen Hektolitern 4,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem Jahr 2015 wurden in diesem Segment 2,1 Prozent weniger abgesetzt. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

82,4 Prozent der gesamten Biermenge waren für den Inlandsabsatz bestimmt und wurden versteuert. Das waren 79,0 Millionen Hektoliter, 0,7 Prozent weniger als 2015. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 16,8 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (plus 3,6 Prozent). Davon gingen 9,9 Millionen Hektoliter in Länder der Europäischen Union (unverändert gegenüber dem Vorjahr), 6,8 Millionen Hektoliter (plus 9,5 Prozent) in Drittländer und 0,1 Millionen Hektoliter (minus 2,9 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Den höchsten Anteil am Bierabsatz erzielten mit 24,5 Prozent die bayerischen Brauereien und Bierlager. Die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Brauereien und Bierlager belegten mit 23,3 Prozent Platz 2. Auch den Inlandsabsatz führten die Brauereien und Bierlager in diesen beiden Bundesländern an: Der Anteil Nordrhein-Westfalens lag bei 24,5 Prozent, der Anteil Bayerns bei 23,1 Prozent. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten mit einem Anteil von 31,2 Prozent die Brauereien und Bierlager mit Sitz in Bayern.