Arbeit ist teurer geworden

Arbeit ist für deutsche Unternehmen teurer geworden: In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhten sich die Kosten für Bruttoverdienste dabei um 2,4 %, die Lohnnebenkosten um 2,0 %.

Im 4. Quartal 2018 stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum 4. Quartal 2017 kalenderbereinigt um 2,0 %. Im Vergleich zum Vorquartal gingen die Arbeitskosten saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % zurück. Dies war der erste Rückgang der Arbeitskosten seit dem 2. Quartal 2016.

Grund hierfür war ein vergleichsweise geringer Krankenstand im 4. Quartal 2018, der die Zahl der geleisteten Stunden erhöht hat. Dadurch verringerten sich die Lohnnebenkosten saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem 4. Quartal 2017 sogar um 1,6 %, bei einem Anstieg der Kosten für Bruttoverdienste um 0,3 %.

Anstieg der Arbeitskosten in der EU im Schnitt um 2,8 %

Dem internationalen Vergleich mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) liegt der Bereich des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen zugrunde. Hierbei sind unter anderem der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen nicht enthalten. Für das 3. Quartal 2018 liegen für alle Mitgliedstaaten der EU Veränderungsraten der Arbeitskosten vor.

Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich eine Stunde Arbeit in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,4 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum mit +2,8 % über dem Wert für Deutschland. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Lettland (+13,9 %), Rumänien (+10,4 %) und Litauen (+10,3 %) auf, allesamt Länder mit Arbeitskostenniveaus unterhalb von 10 Euro.

Im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt im Jahr 2017 bei 26,30 Euro. Deutschland kam mit 34,20 Euro Arbeitskosten je geleistete Stunde auf Rang sechs. Den niedrigsten Anstieg der Arbeitskosten gab es in Malta (+0,9 %) und Slowenien (+1,1 %). Im Nachbarland Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit +3,1 % höher aus als in Deutschland.