Abkehr vom Bargeld beschleunigt

Corona-Pandemie erhöht laut einer aktuellen Studie Beliebtheit bargeldloser Zahlungsmethoden.

Die Covid-19-Pandemie führt zu einem zusätzlichen Anstieg bei bargeldlosen Zahlungen. Das geht aus der neuen Ausgabe der „European Payments“-Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC.

Demnach gaben 38 Prozent der deutschen Befragten an, momentan häufiger mit der Karte zu bezahlen als vor der Krise (Europa: 44 Prozent). Zusätzlich gibt die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland (53 Prozent) an, ihr geändertes Bezahlverhalten auch nach der Krise ganz oder größtenteils beibehalten zu wollen (Europa: 48 Prozent).

Abkehr von Bargeld als Zahlungsmittel

Gleichzeitig scheint die Abkehr vom Bargeld nun auch immer mehr in Deutschland anzukommen: Bevorzugten hierzulande 2018 noch 61 Prozent der Befragten Scheine und Münzen als Zahlungsmittel, verringert sich ihre Zahl auf nunmehr 56 Prozent. In Europa liegt dieser Wert allerdings nur noch bei 36 Prozent (2018: 43 Prozent).

Die Beweggründe hinter der noch immer großen Bargeldleidenschaft in Deutschland haben sich in den letzten beiden Jahren jedoch deutlich geändert. Während vor zwei Jahren 44 Prozent der Befragten angaben, Bargeld sei oft die einzig akzeptierte Zahlmethode, sagen dies aktuell lediglich noch 35 Prozent.

Gleichzeitig bezahlen aber mehr Personen wegen Sicherheitsbedenken bevorzugt bar (2020: 23 Prozent; 2018: 18 Prozent) oder um leichter die Kontrolle über ihre Ausgaben zu behalten (2020: 32 Prozent; 2018: 27 Prozent).

Fast Verdoppelung der Nutzer von Smartphone-Zahlungen

Der Anteil der deutschen Konsumenten, die aktuell bereits ihr Smartphone zum Bezahlen nutzen, hat sich von 5% (2018) auf 9% (2020) fast verdoppelt (Europa: 14%). Debitkarten steigen ebenfalls weiter in der Beliebtheit und werden von 30% der deutschen Befragten präferiert (2018: 24%).