3,2 % beziehen Grundsicherung im Alter

Ende 2019 haben 3,2 % der Menschen im Rentenalter Grundsicherung bezogen.

Wer im Alter seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann, erhält die sogenannte Grundsicherung im Alter. Mehr Menschen im Rentenalter waren Ende vergangenen Jahres auf die Sozialleistung angewiesen als vor 17 Jahren.

Deren Anteil stieg von 1,7 % zum Jahresende 2003 auf 3,2 % im Dezember 2019. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Generation 65 plus von Altersarmut bedroht

Die Generation 65 plus sieht sich in Deutschland zunehmend von Altersarmut bedroht. Wie Wiesbadener Statistiker weiter berichten, stieg der Anteil der über 64-Jährigen, die gemessen am Bundesmedian armutsgefährdet sind, in den vergangenen 15 Jahren um 4,7 Prozentpunkte auf 15,7 % im Jahr 2019.

In keiner anderen Altersgruppe war der Anstieg seit dem Jahr 2005 so groß. Insgesamt stieg die Armutsgefährdungsquote im selben Zeitraum um 1,2 Prozentpunkte auf 15,9 %.

Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer offenbart, dass das höchste Armutsrisiko für ältere Menschen gleichermaßen vor 15 Jahren wie auch zuletzt im Saarland (2019: 18,4 %), in Rheinland-Pfalz (17,8 %) und in Bayern (17,5 %) bestand. Am niedrigsten war es im vergangenen Jahr in Brandenburg (12,5 %), Schleswig-Holstein (13,0 %), Thüringen und Sachsen (jeweils 13,4 %).

Seit 2005 besonders stark gestiegen ist die Armutsgefährdungsquote im östlichen Stadtstaat Berlin (+7,4 Punkte auf 14,8 %) und im bevölkerungsreichsten Flächenland im Westen, in Nordrhein-Westfalen (+7,1 Punkte auf 16,8 %). 

In Deutschland gelten Personen als armutsgefährdet deren Einkommen weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens beträgt.